Bolivien Backpacking Reise
Bolivien  06.01.2016 - 09.08.2016

Daniel (41) Frankfurt, Germany
Bolivien - Ein Land, das so anders ist als all das, was du bisher erlebst hast. Selbst wenn du schonin Südamerika unterwegs warst, findest du nirgendwo diese Mischung aus indigenen Traditionen und ursprünglicher Natur, gut gewürzt mit einer Prise Chaos. Reisen durch Bolivien stellt besondere Herausforderungen und Eigenheiten dar – selbst für hartgesottene und erfahrene Backpacker. Aber wenn du bereit bist, ein wenig zurück zu den Ursprüngen des Reisens zu gehen und aus deiner Komfortzone heraustrittst, wirst du dieses Mekka des Abenteuers lieben. Bolivien – das sind schlechte Straßen, kaputte Busse, Hähnchen mit Kartoffeln und noch mehr Kartoffeln, eisige Temperaturen in großer Höhe (Wer braucht schon eine funktionierende Heizung im Hostel) und Selbstmord-Duschen. Doch genau das macht das höchstgelegene Land Südamerikas aus – das Gefühl des Unbekannten, das einen neugierig vorantreibt. Am Ende ist Bolivien ist eine eindrucksvolle Schönheit und eine einmalige Erfahrung, die all die Reisestrapazen hundertmal wieder wett macht.
DANIELS UNTERKUNFT
Loki Hostel La Paz
(*) (*) (*) (*) ( )
DANIELS URLAUBSBUCHUNG
Anreise via
skyscanner
Unterkunft via
booking.com
DANIELS ANREISE
Santiago de Chile - Arturo Mer Arica
Angereist mit:
Sky Airlines
Potosi, Minenarbeiter
Die Stadt Potosí ist berühmt für den Berg Cerro Rico, wo schon zu Zeiten der Spanier Silber in riesigen Mengen gefördert wurde. Potosí entwickelte sich im frühen 17. Jahrhundert zu einer der größten und reichsten Städte der Welt. Heute hat die Stadt einen leicht maroden Charme mit ihren engen Gassen, bröckelnden kolonialen Herrenhäusern und den vielen Kirchen. Der Cerro Rico ist mittlerweile ein nahezu hohler Berg und gleicht einem großen Schweizer Käse. Er ist durchzogen von tausenden Minenschächten, die von lokalen Bergarbeitergenossenschaften betrieben werden.
Das Highlight eines La Paz Besuchs ist die Fahrt mit der Teleferico, der Seilbahn, die La Paz mit dem höhergelegenen El Alto verbindet. Das größte urbane Seilbahnnetz der Welt bietet spektakuläre Ausblicke auf die Millionenstadt und ihre ungewöhnlich Lage.
Es macht Spaß, die lokalen Märkte in La Paz zu erkunden. Der Hexenmarkt ist bei weitem der ungewöhnlichste. Hier wirst du viele Arten von geheimnisvollen Pulvern, Tränken und Amuletten finden, die mit andinen Traditionen und schamanischen Praktiken in Verbindung stehen. Die erdverbundenen Bolivianer begraben beispielsweise hier gekaufte Lamaföten in den Fundamenten neuer Häuser als Opfergabe für Pachamama, der Mutter Erde.
Eine schöne Tagestour kannst du von La Paz zum Tal des Mondes machen. Hier findest du eine zerklüftete Landschaft, die durch Erosion entstanden ist.
Rurrenabaque liegt nördlich der Anden am Übergang des bolivianischen Tieflands zu den grünen Tälern am Río Beni. Die meisten Reisenden kommen wegen der Touren in den bei Rurrenabaque gelegenen Nationalpark Madidi oder zu den Pampas (Flussläufe, an denen zahlreiche Tiere beobachtet werden können). Dieses Gebiet zählt zu den artenreichsten der Erde. Rurrenabaque hat sich in den letzten Jahren zu einem der Hotspots für Backpacker in Bolivien entwickelt und besitzt eine gute touristische Infrastruktur aus Hostels, Lodges und einer Fülle an Anbietern von Dschungelexkursionen.
Blick auf Sucre
Dem Charme von Sucre kann man sich nicht entziehen. Sucre ist Boliviens schönste Stadt und das symbolische Herz der Nation. Hier wurde die Unabhängigkeit verkündet, und während La Paz heute Sitz der Regierung ist, wird Sucre in der Verfassung als Hauptstadt der Nation anerkannt. Ein prächtiges Ensemble von weiß getünchten Gebäuden, die hübsche Patios beherbergen, ein Zentrum, das eine Fülle kolonialer Architektur bewahrt und 1991 zum Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurde.
Sucre Stadtkern
Nur 40 Kilometer westlich von Santa Cruz, in den Andenausläufern, erstreckt sich der Amboró-Nationalpark über satte 4.425 Quadratkilometer bis hin zum Nationalpark Carrasco im Departement Cochabamba. Der unberührte Park ist auch Teil des Vilcabamba-Amboró-Korridors, der in den Vilcabamba-Bergen in Peru beginnt und sich bis nach Bolivien erstreckt.
Schnapp dir ein Sandboard in Lomas de Arena, einem großen Dünengebiet südlich von Santa Cruz.
Der Salar de Uyuni im Süden Boliviens ist die größte Salzfläche der Welt – eine Landschaft, die entstand, als der See Tauca in prähistorischer Zeit austrocknete. Der Salar zieht sich über den gesamten Südwesten des Andenstaates bis hin zur chilenischen Grenze auf einer Höhe von 3650 Metern und ist über 10000 Quadratkilometer groß. Es ist ein unglaubliches Gefühl, diese unendliche schneeweiße Landschaft zu sehen, die sich bis zum Horizont und darüber hinaus zieht. Umrahmt ist die Ebene von einer rauen, windzerfressenen Landschaft, geformt aus majestätischen Vulkanen, fauchenden Geysiren und farbenreichen Lagunen – eine surreale Gegend ohne viel Leben.
Zugfriedhof im Salar de Uyuni
Blick auf Copacabana am Titicacasee
Kathedrale in Copacabana
Von Copacabana aus kannst du mit dem Boot zur Isla del Sol und Isla de la Luna fahren, zwei ursprüngliche Inseln im See, die in der Mythologie der Inka eine bedeutende Rolle spielten. Die Isla del Sol gilt als die Geburtsstätte dieses Volkes. Hier soll die Gottheit Viracocha den ersten Inka, Manco Cápac, auf die Erde gesandt haben. Gemeinsam mit seiner Frau ist er über den „titi kaka”, den „Puma-Felsen”, auf die Erde herabgestiegen. So kam der See auch zu seinem Namen. Auf den Inseln ist es möglich, eine Nacht bei einer Gastfamilie zu verbringen und so die Kultur und Gewohnheiten der Einheimischen besser kennen zu lernen.
Busfahrt mit Lama :)